Reisebericht zur Vereinsfahrt


Tag 1: Mit dem Bus in die Masuren

Schlosshotel Karnity
Vom 27. bis 30. März machte sich eine Gruppe von Vereinsmitgliedern und anderen Interessierten auf den Weg nach Ermland- Masuren.

Früh um sechs startete der Bus in Richtung polnischer Grenze, kurz hinter Berlin gab es bereits die erste Aufregung, wir gerieten in eine Verkehrskontrolle, die der Bus und unsere beiden Fahrer aber erfolgreich bestanden. Nachdem wir die Grenze passiert hatten folgte der nächste Schreck, direkt vor uns platzte einem LKW ein Reifen, was eine Vollbremsung aller Fahrzeuge in der Nähe zur Folge hatte. Auf diesen Schreck gab`s für die Passagiere erst mal ein Bier.

Beim ersten angefahrenen Gestüt war man leider nicht mehr auf uns vorbereitet, die Mitarbeiter waren bereits in den Feierabend entschwunden, so machten wir uns schnell wieder auf den Weg zum Hotel, das wir dann gegen halb sieben nach kurzer Irrfahrt fanden.

Das idyllisch am Kesselsee gelegene Schlosshotel Karnity erwartete uns hell erleuchtet und mit warmen Buffet. Die Masuren demonstrierten schon am ersten Abend ihren legendären Wildreichtum, in der Dämmerung waren mehrere Hirschrudel auf den Feldern zu sehen, Rehe sprangen über die Straße und in der ersten Nacht weckten uns die verliebten Rufe eines Fuchses direkt vor dem Hotel.

Tag 2: Das Gestüt Plekity, Elbig und Ostrau

das Gestüt Plekity
Der Freitag Morgen begrüßte uns mit dichtem Nebel, der sich während einer Besichtigung der Hotelanlage mit unserem Reiseleiter Heinrich langsam lichtete.

Als wir mit dem Bus zur Fahrt nach Frauenburg starteten strahlte der Himmel bereits in kräftigem Blau. Als erstes besuchten wir das Gestüt Plekity, wo Huzulen und Trakehner gezüchtet werden.

Weiter ging es über Elbing, entlang des Oberlandkanals, der früher eine wichtige Wasserstraßen für den Transport von Getreide und Holz darstellte, zum Frischen Haff bei Frauenburg. Wir besichtigten die Kathedrale mit ihren dreißig Altären und auch die Ruhestätte von Kopernikus.
Auf der Rückfahrt besuchten wir noch für Kaffee und Kuchen das Deutsche Haus in Ostrau.

Den Abschluss des Abends bildete ein Grillabend auf der Terrasse des Hotels mit traditioneller polnischer Musik und dem passenden Essen, es wurde getanzt, laut gesungen und viel gelacht.

Tag 3: Allenstein und eine Bauernhochzeit

Orlowtraber Teufel
Am Samstag Morgen klangen wie an den anderen Tagen die Rufe der Kraniche über die umliegenden Felder. Nach dem Frühstück, nicht alle Anwesenden verspürten übermäßigen Appetit, machten wir uns auf nach Allenstein, der Hauptstadt der Region Ermland- Masuren.
Nach einer kurzen Stadtführung mit Heinrich hatten wir etwas Zeit, um die Stadt auf eigene Faust zu erkunden und einige Zloty in den Einkaufszentren zu lassen.

Um eins wurden wir dann vor den Toren Allensteins von drei rustikalen Kremsern erwartet, mit denen es, begleitet von polnischen Gesängen, zu einem kleinen Bauernhof ging, wo Vodka, Gesang, Pferde, polnisches Essen und riesige Hirtenhunde auf uns warteten.

Höhepunkt des Nachmittages stellte eine „Bauernhochzeit“ dar, bei der zwei Paare unter den Gästen vom Schimmel „Teufel“ ausgesucht wurden einige kleine Spiele zu absolvieren, um das "beste Paar" zu ermitteln. Der Wettkampf endete unentschieden.

Tag 4: Die Rückfahrt

Am letzten Tag der Reise führte uns die Rückfahrt noch bei Poznan in den Stall eines großen Pferdehändlers unter dessen Tieren sich bald jeder ein Pferd, ein Pony oder einen Esel ausgesucht hatte, leider hatten wir im Bus keinen Platz für die Vierbeiner, mussten also von einem Kauf Abstand nehmen.

Abends um halb acht erreichten wir dann wieder glücklich die Heimat, angefüllt mit all den Eindrücken der letzten vier Tage und etwas steif in den Beinen von über 1800 km, die wir im Bus zurück gelegt hatten.

Hier noch einige Bilder von der Vereinsfahrt.


Oranienbaum-Wörlitz 02.04.2014

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