15. Fürst-Franz-Gedächtnisschleppjagd


Jubiläumsjagd im Gartenreich

Vom 20. Bis 22. Oktober ritten wir wieder durch die Elbaue hinter den Hunden der Mecklenburger Meute.



Am Freitag Abend wurde munter im Zelt auf dem Pferdehof zur Elbaue getanzt, geschwatzt, gegessen und getrunken. Auch die Hörner wurden wieder zum Klingen gebracht, die Anhaltischen Jagdhornbläser waren zum zweiten Mal zu Gast.

Hubertusandacht an der Seespitze

Am Samstag um halb elf sammelten sich Reiter und Zuschauer an der Seespitze zur Hubertusandacht. Pfarrer Höppner fand auch in diesem Jahr wieder die richtigen Worte um alle Teilnehmer auf den bevorstehenden Tag einzustimmen. Bei stimmungsvoller musikalischer Untermalung machten sich dann Reiter und Gespanne auf den Weg über den Deich.



Vor den Toren des Wörlitzer Parks wurde die erste Schleppe gelegt, die fünfzehneinhalb Koppeln Irish Foxhounds ließen ihre schönen Stimmen hören und stürmten auf das Kommando von Vizemaster Detlev Neumann ihrem Chef Gabriel Rotenberg und unserem Chef hinterher. Am Einritt in ein kleines Waldstück verloren die Hunde kurz die Fährte, fanden sie aber schnell wieder, liefen auf der Schleppe aber in die falsche Richtung. Dem Jagdfeld bot sich so die Gelegenheit die absolut spurtreu laufenden Hunde und die Arbeit der Equipage zu beobachten.

Durch die Tiefen des Fliethgraben

Auf der zweiten Schleppe wurde vom Feld dann im Flug der erste Graben genommen, sie führte uns bis zum Flieth, das die meisten Reiter mit Hilfe einer Brücke überwanden, manche waren nicht so wasserscheu und durchquerten den 1,20m tiefen Zufluss der Elbe.



Die nächsten Schleppen brachten uns erst durch Unterholz, näher an einer echten Parforcejagd kann man kaum eine Strecke planen, und danach über die Sprünge, bis zu einem Meter hoch, aus frisch geschlagenen Eichen und Pappeln, respekteinflößend aber toll zu springen.

Nach kurzer Stärkung in Formation zum Ziel

Die Mittagspause wurde in diesem Jahr direkt am Elbufer ausgerichtet, wunderschön mit weißen Tischdecken, warmer Suppe, Fettstulle, Bier und Kaffee, das Ringhotel Zum Stein hat wieder gezeigt, wozu es in der Lage ist.



Auf dem Weg zum Curèe wurde in alter Tradition eine Schleppe in Formation geritten, in diesem Jahr wurde die Linie wirklich gut gehallten.

Mit dem Galopp durch mehrere Wasserhindernisse und dem Halalisprung am Fuß der Luisenklippe fand die 15. Fürst-Franz-Gedächtnisschleppjagd ihr sportliches Ende, gesellschaftlich ging es natürlich noch weiter.



Am Abend fanden wir uns im Gasthof Zum Eichkranz zum Jagdessen zusammen. Es folgte eine tolle Feier mit leckerem Essen aus dem Hause Stein und sympathischer Livemusik von der Berliner Band Yellow times. Bis um eins wurde wild das Tanzbein geschwungen und dem Buffet immer wieder ein Besuch abgestattet.

Die kleine Jagd

Der Sonntag lockte die ganz Harten nochmal in den Sattel. Wie immer war die kleine Jagd beinahe noch schöner, noch sportlicher, obwohl mit wenigen Ausnahmen keine Sprünge zu überwinden waren. Der Wechsel von Wiese und Wald, scharfe Kurven, eine natürliche Wellenbahn an der Elbe, waren Anforderungen, die dieser Jagd ihren ganz eigenen Charme verliehen. Erstklassige Hundearbeit konnten die Reiter an der kleinen Wildebergwiese beobachten, als die Schleppe sich abseits der Wege durch den Hochwald schlängelte. Der Wald war so dicht mit Wildschweinen besetzt, dass sogar die Reiter den Geruch wahrnehmen konnten, doch keiner der Hunde ließ sich irritieren.



Nachdem der letzte Sprung überwunden und die letzten Dankesworte gesprochen waren, stärkte man sich im Zelt für die mehr oder weniger lange Heimfahrt, sah sich die ersten Filmausschnitte an und freute sich bereits auf die 16. Fürst-Franz-Gedächtnisschleppjagd vom 12.-14.10.2018.

Oranienbaum-Wörlitz 26.11.2017

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