13. Fürst-Franz-Gedächtnisschleppjagd



50 Reiter starkes Jagdfeld

Auf gehts zur Jagd!
Das Jagdwochenende in Wörlitz stand an und der Himmel begann über Tage seine Schleusen zu öffnen. Grau war die bestimmende Farbe der Tage vor der Jagd. Beim Willkommenstrunk im Zelt am Freitag Abend wurde sich gegenseitig Hoffnung gemacht auf eine schöne Jagd, aber an einen trockenen Samstag glaubte wohl kaum jemand. Und doch, pünktlich am Samstag früh um neun hörte der Regen auf, die Wolken hingen noch tief über den Wiesen, aber es wurde stetig heller.

Das 50 Reiter starke Jagdfeld fand sich gemeinsam mit der Mecklenburger Meute vor den Toren des Wörlitzer Parks ein, in zahlreichen Kutschen und Kremsern begleitete die Jagdgesellschaft das Feld. Einen unschätzbaren Beitrag zur jagdlichen Atmosphäre leisteten auch in diesem Jahr wieder die Usedomer Jagdhornbläser.

30 Kilometer druch die Elbwiesen

Sprung für Sprung der Meute nach
Schon vor der ersten Schleppe konnte die Meute ihren Gehorsam demonstrieren, beim Weg zum Start wurde ein Reh aufgeschreckt, dass sich im Schilf direkt am Wegrand versteckt hatte, keiner der 23 Foxhounds tanzte aus der Reihe. Ihrer Jagdleidenschaft ließen sie dafür ab der ersten Schleppe freien Lauf. Auf frisch gemähten Wiesen konnte das Feld auf breiter Front hinter den Hunden reiten, auch der letzte Reiter hatte so die Möglichkeit den Hunden bei der Arbeit zu zusehen.

Auf knapp 30 Kilometern wurden neun Schleppen gelegt, acht Sprünge überwunden und mehrmals mussten die Pferde beweisen, dass ihnen auch fließendes Wasser nichts aus macht.

tolle Bedingungen allerorts

ab durchs Wasser
In der Mittagspause wartete eine warme Suppe auf alle Teilnehmer und das eine oder andere kühle Bier.

Die aus weiten Teilen der Bundesrepublik angereisten Gäste zeigten sich wie immer begeistert von der Weite die Wörlitz zu bieten hat, Wiesen die mehrere Kilometer lang sind, nicht von Zäunen oder Straßen durchzogen, laden zum langen und zügigen galoppieren ein, bieten sogar die Möglichkeit das gesamte Feld in einer Reihe Bügel an Bügel hinter den Hunden laufen zu sehen, für jeden der einmal dabei war ein berauschendes Erlebnis.

Am Fuß der Luisenklippe absolvierte das Feld den Sprung zum Halali, es hatte zwar drei Stürtze gegeben, aber weder Pferd noch Reiter war etwas passiert. Nach dem die schnell und spurtreu laufenden Hunde das Curée erhalten hatten und die Reiter ihren Bruch aus der Hand von Frau Darboven spielten die Bläser noch einmal nur für das Jagdfeld „Kein schöner Land“, ein Moment in dem alle schwiegen, dankbar waren für den schönen Tag und gerührt von der Schönheit der Melodie.

Am Abend traf man sich dann in historischen Gasthaus „Zum Eichenkranz“ in Wörlitz, schlemmte am hervorragenden Büfett, auf getafelt vom Ringhotel „Zum Stein“ und tanzte ausgelassen bis in die Nacht hinein.

Die kleine Jagd zum Sonntag

Die fliegende Schleppe
Für alle denen eine Jagd am Wochenende nicht genug war, gab es dann am Sonntag Morgen die „kleine Jagd“. Auch hier fanden sich wieder 20 Reiter ein um auf ca. 15 Kilometern Länge Pferden und Hunden noch einmal etwas Bewegung zu verschaffen. Dieses Mal ging es durch Gräben, über eine natürliche Wellenbahn und hinein in die Elbe, auf kurzen Schneisen durch den Wald und wieder hinaus in die Weiten der Elbwiesen.

Als die letzte Schleppe gelegt, der letzte Sprung überwunden war und es wieder Abschied nehmen hieß mochte man sich kaum trennen, lange saß man noch zusammen im Zelt, ließ das Wochenende Revue passieren, sah sich die ersten Videoaufnahmen und Fotos an und verabredete sich zur nächsten Jagd in Wörlitz, dann der 14. Fürst- Franz- Gedächtnisschleppjagd.

Oranienbaum-Wörlitz 13.11.2015

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